riskCube

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Einleitung

Mit dem riskCube Modul erweitert Sie Ihren PepperShop für den Einsatz der Risk-Management Dienstleistungen von Creditreform. Das Modul bietet die Möglichkeit im PepperShop einzelne Bezahlungsarten, wie beispielsweise die Zahlung per Rechnung, nur nach einer vollautomatischen Online-Bonitätsprüfung via credi-CONNECT zur Verfügung zu stellen.

Inbetriebnahme des Risk Managements

Es wird davon ausgegangen, dass Sie als Shopbetreiber über entsprechende Verträge mit Creditreform verfügen, denn ansonsten sollte man dieses Modul nicht in Betrieb nehmen, besonders nicht in produktiven Shops!

Allgemeine Shopeinstellungen

Bevor wir uns an die Modulkonfiguration machen, schalten wir im Shop global die Bonitätsabfragemöglichkeit ein und optimalerweise konfigurieren wir die Anzeige der Bezahlungsarten getrennt von der Kasse. Dies machen wir im Menü ‘Shop-Einstellungen’ > ‘Allgemeine Einstellungen’ > ' Bezahlungsarten’. Diese Änderungen werden mit Klick auf ‘Speichern’ ganz unten im Formular bestätigt. Seit dem 25.05.2018 ist die DSGVO in Kraft getreten. Seit da an dürfen Bonitätsabfragen nur noch bei der Zahlungsart Rechnung verwendet werden. Sie haben hier die Möglichkeit Ihre Kunden zu informieren / respektive die Erlaubnis abzuholen. Entscheidet sich der Kunde für die Zahlungsart Rechnung, so wird er informiert oder besten Falls um Erlaubnis gefragt. Gibt er sein Geburtsdatum preis und gibt die Erlaubnis so wird die Bonitätsabfrage fortgesetzt.

Abbildung 1: Kundenseitige Informationen

riskCube Modulverwaltung

Um nun Konfigurationen am Modul vorzunehmen, begeben wir uns in die Konfigurationsmaske des riskCube Moduls. Dazu wählen wir im Hauptmenü der Shop-Administration ‘Module’ > riskCube’:

Abbildung 2: Modulverwaltung

Die Einstellungen zum Risikomanagement werden grösstenteils hier im riskCube Konfigurationsmodul eingestellt. Trotzdem muss man beachten, dass die Zuweisung, welcher Bonitätsprovider abhängig vom Rechnungsbetrag und der Versand-Ländergruppe benutzt wird, im Menü ‘Shop-Einstellungen’ > ‘Lieferländer und Versand’ eingestellt wird. Dies schauen wir uns aber später an.

Abbildung 3: Konfigurationsmaske für riskCube

  • (Modul-)Aktivierung: Ist hier ein Häkchen gesetzt, so ist das Modul aktiv. Die Deaktivierung dieser Checkbox schaltet das komplette Modul aus. Somit sind Bezahlungsarten wie Rechnung wieder für jeden Shopkunden zugänglich. Falls die Verwendung von Bonitätsmodulen allgemein ausgeschaltet ist, wird hier eine entsprechende Meldung angezeigt und keine Checkbox.

  • Betriebsart

    • Forderungskauf: Das Inkasso wird von riskCube übernommen. Der Bonitätsprüfer bezahlt Ihnen also die Rechnungen und bekommt dann die Überweisung des Kunden.
    • Zahlartensteuerung: Der Bonitätsprüfer schaut sich lediglich die Bonität des Kunden an.
  • Shop-ID: Wird von Creditreform mitgeteilt.

  • API-Key: Wird von Creditreform mitgeteilt.

  • Rechnungsversand: Hier kann gewählt werden, ob die Rechnung per Post oder Mail versendet werden soll.

  • Bestellstatus für Warenkorbübermittlung: Soll nach der Bestellung diese als Eingegangen oder Versendet markiert werden

  • E-Mail versenden bei Fehlern bei der Rechnungsübergabe: Soll eine Nachricht versendet werden, wenn die Rechnungsübergabe fehlgeschlagen ist

  • Max. Bestellbetrag pro Transaktion bei nichtverfügbarkeit RiskCUBE: Wie hoch soll der Bestellbetrag sein, wenn RiskCUBE nicht verfügbar ist

Bonitätsprovider Aktivierungskofniguration

Bevor wir nun Adress- und / oder Bonitätsabfragen absenden können, müssen wir noch riskCube als Bonitätsprovider für die gegebenen Lieferländer und Betragsintervalle aktivieren. Dies ist nötig, da mit dem PepperShop nicht nur ein Bonitätsprovider, sondern gleich mehrere angebunden werden können. Im Hauptmenü der Shop-Administration wählen wir den Menüpunkt ‘Shop-Einstellungen’ > ‘Lieferländer / Versand’. Danach wählen wir die Ländergruppe, in welcher wir Bonitätsabfragen über riskCube leiten möchten. Dieser Konfigurationsschritt muss für jede Ländergruppe durchgeführt werden, die im Shop eingesetzt wird und wo riskCube für Bonitätsabfragen verwendet wird, respektive verwendet werden kann. Im Beispiel unten sehen wir eine Beispielkonfiguration einer Ländergruppe. riskCube steht ausschliesslich für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein zur Verfügung. Die Einstellungen für die Bonitätsprüfung befinden sich im unteren Teil. Man kann für alle definierten Betragsintervalle (Shop Basiswährung) definieren, welchen Bonitätsprovider man für die jeweilige Bezahlungsart benutzen möchte und ob eine Bonitätsabfrage getätigt werden soll, siehe Abbildung 5. Die Konfiguration auf dieser Seite hängt stark mit der Einstellung ‘Kasse / Bezahlungsarten getrennt’ aus dem Menü ‘Allgemeine Einstellungen’ zusammen, wobei es die Option auf eine vorgelagerte oder nachgelagerte Prüfung gibt. :

Abbildung 4: Ländergruppen

Kasse / Bezahlungsarten getrennt = aktiv (vorgelagerte Prüfung): Wenn man in der Kasse nur typische Adress- und Personen bezogene Daten wie Name, und Anschrift erfasst aber noch gar keine Bezahlungsarten darstellt, weiss der Shop somit gar nicht, welche Bezahlungsart der einkaufende Shopbesucher nun wählt, denn wenn der Shopbesucher auf weiter klickt, werden erst auf der nächsten Seite (Bestellungsübersicht) alle VERFÜGBAREN Bezahlungsarten dargestellt. Da zwischen diesem Übergang eine Bonitätsprüfung durchgeführt wird, haben die Häkchen auf dieser Lieferländer und Versandarten Einstellungsseite eine wichtige Rolle, Abgewiesene Kunden, sehen nur die Bezahlungsarten, welche hier keine Häkchen gesetzt haben und man stösst „niemanden vor den Kopf“.

Kasse / Bezahlungsarten getrennt = deaktiviert (nachgelagerte Prüfung): Wenn gleichzeitig auf der Seite der Kasse Adressdaten und Bezahlungsarten angezeigt werden, so weiss der Shop nach dem Klick auf weiter, mit welcher Bezahlungsart der einkaufende Shopkunde bezahlen möchte und wertet auch die in dieser Eingabemaske definierten Häkchen aus – so könnte man z.B. bei Kreditkarten das Häkchen weglassen, da die Institute dort ja auch ‘etwas’ prüfen. Bei Vorauskasse ist das Risiko sowieso beim einkaufenden Kunden und nicht beim Händler, weshalb man ev. auch hier keine Prüfung haben möchte. Kunden, welche eine zu prüfende Bezahlungsart gewählt haben und abgewiesen wurden, erhalten eine Infomeldung, dass diese Bezahlungsart nicht zur Verfügung steht. Dies ist die günstigere Betriebsart.

Bonitätsprovider auswählen: Wenn mit der Maus über das Dropdown gefahren wird, sieht man die mögliche Auswahl an Bonitätsprovidern. Jedem Provider ist eine Nummer zugewiesen. 1 = keine Prüfung durchführen, 2 = riskCube.

Abbildung 5: Providerauswahl für Bonitätsprüfung

Achtung: Bitte prüfen Sie, ob Sie alle betreffenden Ländergruppen konfiguriert haben und dass alle Länder in der Ländergruppe von Creditreform unterstützt werden (CH + FL, Stand Juni 2015). Nun sollte man einige Testabfragen starten und prüfen, ob die Antworten des Shops den erwarteten Resultaten entsprechen. Weiter soll auch geprüft werden, ob eine Prüfung zur richtigen Zeit gestartet wird und nicht unnötig viele oder zu wenige Abfragen abgesendet werden.

Anwendung

Bonitätsresultate ansehen

Im Kundenmanagement sind in der Bearbeitungsmaske des Kunden unten jeweils die Bonitätsdaten bei jedem geprüften Kunden hinterlegt. Die Erklärungen für die einzelnen Resultate sind in der Online-Hilfe im riskCube-Modul zu finden.

Abbildung 6: Bonitätsdaten in Kundendaten

Bei der Datenausgabe wird von Creditreform jeweils auch die geprüfte Adresse zurückgegeben. Falls eine Person nicht gefunden wird, kann es sein, dass eine im gleichen Haushalt lebende Person geprüft wird (MatchLevel = low).

Abbildung 7: Transaktionsinfos der Bestellung

Ab Shopversion 5.0 sind zusätzlich die Transaktionsinfos aus der Datenbank in der Detailansicht der Bestellung aufgeführt. Unter Details finden sich die detaillierten Daten, welche der Shop anliefert und diejenigen, welche Creditreform zurück gibt.

Whitelisting von Kundenaccounts

Man kann Kundenaccounts explizit für Rechnungslieferung freischalten. Diese Accounts sind dann whitelisted und können ohne Bonitätsprüfung (!) bestellen. Um einen Kunden freizuschalten gibt es im PepperShop drei Möglichkeiten:

a) Am einfachsten konfiguriert man die Lieferung auf Rechnung pro Kundenaccount direkt in der ‘Kunde bearbeiten’-Maske via Kunde/Bestellungen → Kundenmanagement → Kunde bearbeiten → Rechnungslieferung (ja | nein).

b) Wenn man in der Datei {shop_verzeichnis}shop/config.inc.php die Konstante RECHNUNGSLIEFERUNG_KUNDE auf true gesetzt hat und der Kundennummer ein R- voranstellt, so schaltet der Shop für diese Kunden die (sonst gesperrte) Zahlungsart Rechnung frei.

c) Eine weitere Methode spezifischen Kunden Rechnungslieferung zu erlauben besteht darin, via Import-/Exporttool in der Spalte namens Rechnungslieferung ein gross geschriebenes Y mitzugeben. Wenn die PepperShop Enterprise Version eingesetzt wird, liefert man diese Einstellung via set_kunde Aufruf an den Shop an.

Info: Blacklisting gibt es nur in Form einer Account-Deaktivierung, welche aber jegliches Bestellen mit dem Account verunmöglicht. Die Sperrung wird analog zur Whitelisting Methode a) in der Kundenbearbeitungsmaske konfiguriert.

Installation

Die Punkte 4.2 und 4.3 werden bei Glarotech-Hostingkunden direkt durch Glarotech GmbH ausgeführt.

Systemanforderungen

Um das Creditreform Modul einsetzen zu können, ist ein PepperShop Professional oder Enterprise erforderlich. Es kann ab Version 4.0 Build 38 oder Version 5.0 Build 38 installiert werden. Dieses Modul ist optional und ist nicht Bestandteil des Standard Lieferumfangs.

Dateien kopieren und hochladen

Das Creditreform Modul besteht im Wesentlichen aus folgenden Dateien, die man in den installierten PepperShop kopieren muss. Dazu entpackt man zuerst das mitgelieferte ZIP-Archiv. Es sind folgende Dateien enthalten, hier mit den Zielverzeichnissen dargestellt: {shopdir}/shop/bonitaet_creditreform.php | Datei {shopdir}/shop/module/creditreform | Verzeichnis {shopdir}/shop/Admin/module/creditreform | Verzeichnis

Die Dateien lassen sich einfach via (S)FTP oder SCP zum Webserver hochladen. Der Platzhalter {shopdir} steht dabei für das Shopverzeichnis auf dem Webserver, wo die Datei index.php zusammen mit der Datei README.txt zu finden ist.

Modulinstallation

Nach dem Kopieren der Dateien wechselt man in die Shop-Administration und wählt im Menü ‘Module'→ ‘Modulverwaltung’ aus. Hier markieren wir im linken Fenster ‘riskCube’ und bestätigten mit einem Klick auf den Button ‘Installieren’. Wir bestätigen den Verlauf der Installation mit Klick auf den Button ‘Zurück zur Modulverwaltung’. Das Modul wird jetzt auf der rechten Seite ‘Bereits installierte Module’ gelistet.

Weitere Hilfe

Benötigen Sie weitere Unterstützung? PepperShop stellt Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung.

  • Oft hilft ein Klick in der Administration oben rechts auf den Schwimmring. Hier erhalten Sie direkt Hilfe zum betroffenen Thema.
  • Diverse Antworten finden Sie in den FAQ. Diese sind ebenfalls in der Shopadministration über Hilfe&News -> Hilfearchiv aufrufbar. Oder über unsere Homepage https://www.peppershop.com/de/services/support/faq/
  • Sie können Ihre Frage auch im PepperShop Forum suchen oder stellen. https://www.peppershop.com/forum/
  • Gerne stehen wir Ihnen auch per Mail oder Telefon zur Verfügung (CHF 185./h) support@glarotech.ch oder +41 71 923 08 58
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